Berufsverband Information Bibliothek e.V.


Tarifverträge für Beschäftigte der Länder

Tarifverhandlungen 2017/2018

Die Tarifparteien für den öffentlichen Dienst der Länder haben am 17.02.2017 eine Einigung erzielt.

Bei einer Laufzeit von zwei Jahren steigen die Entgelte der Beschäftigten in einer ersten Stufe rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2,0 Prozent mindestens jedoch um 75 Euro. Eine weitere lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 2,35 Prozent folgt zum 1. Januar 2018.

Zudem wird in zwei Schritten eine sechste Erfahrungsstufe für die oberen Entgeltgruppen eingeführt.

Tarifeinigung der Länder 2017

Beschäftigte in den Ländern, die den TV-L anwenden

Beschäftigte des Landes Berlin

Berlin ist im Januar 2013 wieder in die Tarifgemeinschaft der Länder eingetreten. Den Tarifvertrag zur Überleitung der Beschäftigten des Landes Berlin in das Tarifrecht der TdL (TV Wiederaufnahme Berlin) vom 12. Dezember 2012 finden Sie hier:

Beschäftigte in Hessen

Das Land Hessen als Arbeitgeber war 2004 aus der „Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL)“ ausgetreten und fällt daher nicht unter den „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)“. Zum 1. Januar 2010 wurde mit dem „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H)“ ein eigenes Tarifwerk geschaffen.

Seit Anfang 2013 wurde zwischen den Gewerkschaften und dem Land Hessen über eine Entgeltordnung zum TV-H verhandelt, zu der am 10. Oktober 2014 eine Einigung erzielt wurde.

Hierbei wurde ein großer Erfolg für unsere Berufsgruppe erzielt: während nahezu die gesamte Entgeltordnung zum TV-H der des TV-L der übrigen Bundesländer entspricht, konnte für Beschäftigte in Bibliotheken und Archiven die Übernahme der Eingruppierungsmerkmale der Anfang des Jahres gefeierten neuen Entgeltordnung des Arbeitgebers „Bund“ erreicht werden!

Das bedeutet, nun werden auch in hessischen Bibliotheken, deren Beschäftigte unter den TV-H fallen,

Das Gleiche gilt – mit Zeitverzug – für die autonomen Universitäten in Frankfurt und Darmstadt mit ihren eigenen Tarifverträgen.

Da allerdings das Verfahren bei einer Höhergruppierung unverändert bleiben wird, sei schon einmal darauf hingewiesen,

Eine Pressemitteilung des hessischen Innenministeriums zur Tarifeinigung über die hessische Entgeltordnung, die auch das Bibliotheksergebnis herausstellt, können Sie hier nachlesen: innen.hessen.de/presse/pressemitteilung/einigung-auf-neue-hessische-entgeltordnung

Alle Informationen zu den hessischen Tarifverträgen (auch den Text der Entgeltordnung) finden Sie auf der Webseite des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport.

Entgeltordnung zum TV-H

Anmerkung des Verfassers am 11.1.2016:
In der „Höhergruppierungstabelle Hessische TV“ in der Fassung, wie sie an dieser Stelle vom 23.12.2015 bis heute eingestellt gewesen war, waren zwar alle Beträge richtig, allerdings einige Pfeile mit falscher Richtung wiedergegeben (bedingt durch doppelte Umwandlung der ursprünglichen Word-Datei). Dies wurde nun korrigiert.
In diesem Zug wurden auch die anderen drei Texte nochmals – mit neuen strukturierteren Dateinamen – neu eingestellt.
An allen Texten wurde kein einziger Buchstabe geändert, nur kleinere Formatierungsänderungen wurden vorgenommen.

Informationen für Bibliotheks-Beschäftigte des Landes Hessen sowie der Universitäten in Frankfurt und Darmstadt

Tarifverhandlungen 2015/2016

Am 28.03.2015 haben sich die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und die Arbeitgebervereinigung TdL auf ein Tarifergebnis verständigt. Die Erklärungsfrist ist am 30.04.2015 abgelaufen. Im Folgenden dokumentieren wir dieses Tarifergebnis.

Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder vom 28. März 2015

Anlage 1 zur Tarifeinigung vom 28. März 2015 - Zusatzversorgung

Entgelttabellen TV-L 2015/2016

Stellungnahme des BIB zum Beschluss

Der BIB hatte bekanntlich vehement dagegen protestiert, dass diese ursprünglich aus 1970 stammenden Regelungen keine tarifliche Aufnahme in die neue Entgeltordnung für die Länder gefunden hatten, und die Befürchtung geäußert, dass nach deren Inkrafttreten einzelne Arbeitgeber nun endgültig auch von der übertariflichen Bezahlung nach diesen Definitionen abrücken würden. Bei dem Gespräch nach der Demonstration in Berlin am 09. Juni 2011 hatte die TdL gegenüber dem BIB erklärt, sie „hätte keine Erkenntnisse, dass von den außertariflichen Eingruppierungen kein Gebrauch mehr gemacht werden solle“.

Inzwischen gab es aber durchaus bereits Versuche einzelner Arbeitgeber, von diesen Eingruppierungen abzurücken! Insofern ist die Bekräftigung seitens der TdL durch diesen neuerlichen Beschluss begrüßenswert, Beschäftigte können ihren Arbeitgebern gegenüber zumindest hierauf verweisen.

Mit Unverständnis nehmen wir dabei zur Kenntnis, dass trotz einer gewissen sonstigen Modernisierung des Textes („Beschäftigte“, „Entgeltgruppe 9“) in E 10 wieder nur die alte Bezeichnung „Diplombibliothekar“ Erwähnung findet (von 1970 abgeschrieben). Streng genommen fallen also die „Beschäftigten mit einem vergleichbaren (Fach-)Hochschulabschluss“, die in der neuen Entgeltordnung in E 9 aufgenommen wurden, bei der Anwendung der übertariflichen E 10 wieder aus dem Raster!

Und nach wie vor ist für diese Eingruppierungen in E 8 und E 10 im Bereich der Länder kein tariflicher Anspruch herzuleiten, da sie eben nicht in die Entgeltordnung selbst (und damit in den TV-L) aufgenommen wurden, sondern es hier nur eine „übertarifliche“ Ermächtigung durch einen einseitigen Beschluss der TdL gibt – Beschäftigte können also unverändert diese Eingruppierungen nicht einklagen. Deshalb bleibt die Forderung des BIB nach Aufnahme in die Entgeltordnung bestehen.
1.3.2012

Auszubildende bei den Ländern

Die für die Auszubildenden bei den Ländern gültigen Tarifverträge können Sie hier nachlesen.



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