Berufsverband Information Bibliothek e.V.


Berufsbild Wissenschaftliche(r) Bibliothekar(in)

Das Einsatzgebiet der wissenschaftlichen Bibliothekare umfasst sowohl fachwissenschaftliche als auch organisatorische Aufgaben. Als Fachreferenten sind sie für die Auswahl und Erschließung der Fachliteratur der verschiedensten Wissenschaftsfächer zuständig sowie für die fachspezifische Benutzerberatung und die Vermittlung von Informationskompetenz. Als Leiter von Organisationseinheiten übernehmen sie managementspezifische Organisations-, Haushalts- und Planungsaufgaben innerhalb der Bibliothek und darüber hinaus in bibliothekarischen Belangen im universitären und regionalen Umfeld. An Hochschulen sind sie Schnittstelle zwischen Bibliothek und wissenschaftlichem Personal. Die Entwicklung neuer Konzepte und Dienstleistungen sowie die Durchführung von Projekten können ebenfalls Bestandteil ihrer Tätigkeit sein.

Die Verteilung und Gewichtung einzelner Aufgaben in einer Bibliothek ist von deren Aufgabenspektrum und jeweiligen organisatorischen und personellen Strukturen abhängig. Mit der Öffnung der Laufbahn des höheren Bibliotheksdienstes für Diplom- und Bachelorabsolventen mit zusätzlichem Masterabschluss auch aus den Bibliotheks- und Informationsbereichen werden neue Aufgabenfelder entstehen, die weniger am traditionellen Fachreferat orientiert sind.

Bei der Vielseitigkeit der Tätigkeitsfelder ist ein hohes Maß an wissenschaftlicher, technologischer und sozialer Kompetenz erforderlich. So gehören neben der Beherrschung eines bestimmten Wissenschaftsgebietes und der Vertrautheit mit wissenschaftlichen Arbeitsmethoden auch fächerübergreifende Interessen zu den Schlüsselqualifikationen für den Beruf. Als Führungskraft sollte der wissenschaftliche Bibliothekar die Fähigkeit zur Mitarbeiterführung, insbesondere Kommunikations- und Kooperationskompetenz sowie Organisationstalent und Verhandlungsgeschick besitzen. Kenntnisse in Informationstechnologie und die Fähigkeit zu projektbezogener Arbeit sind ebenso erforderlich wie die Bereitschaft, sich in neue Aufgaben einzuarbeiten.

Wissenschaftliche Bibliothekare arbeiten überwiegend im höheren Dienst an größeren wissenschaftlichen Bibliotheken. Die Eingruppierung für Beamte des höheren Dienstes erfolgt ab der Besoldungsgruppe A 13. Die Bezahlung im Angestelltenverhältnis wird im Öffentlichen Dienst je nach Unterhaltsträger durch den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) oder den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) geregelt. Die Zuordnung zu den tariflichen Entgeltgruppen (EG)  hängt von dem geforderten Ausbildungs- bzw. Studienabschluss, der Komplexität der Aufgaben und dem Verantwortungsbereich ab. Berufseinsteiger mit (Fach-)Hochschulabschluss (Master) oder einem Referendariat erhalten i. d. R. EG 13. Genaue Angaben finden Sie in den Entgelttabellen.

Bei einer Beschäftigung in der Privatwirtschaft haben Tarifverträge ebenfalls einen maßgeblichen Einfluss auf den Verdienst. Einkommen werden aber auch unabhängig von Tarifverträgen vereinbart.

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