Berufsverband Information Bibliothek e.V.


BIB präsentiert sich an der Berufsschule in Calw

Stefanie Sorge und Isabell Leibing (BIB)

Am 2. Februar 2011 trafen sich vier Vertreter von Berufsverbänden an der „Hermann-Gundert-Schule“, dem Berufsschulzentrum Calw im Nordschwarzwald und stellten im Rahmen einer etwas anders gestalteten Unterrichtsstunde deren speziellen Angebote für angehende Fachangestellte für Medien und Informationsdienste (FaMI) vor. Etwa 100 Auszubildende der Fachrichtung Bibliothek, Archiv, Information und Medizinische Dokumentation sowie ihre LehrerInnen erhielten eine kompakte Übersicht zu Inhalten, Angeboten, Veranstaltungen, Eigenheiten und Mehrwerten der berufsständigen und wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Im Anschluss an die Statements bestand jeweils die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

v.l.n.r: Stefan Benning (VdA), Stefanie Sorge (BIB), Isabell Leibing (BIB), Luzian Weisel (DGI)

Für den Berufsverband Information und Bibliothek e. V. stellten Stefanie Sorge und Isabell Leibing den FaMi Abschlussklassen das BIB-Netzwerk mit seinen vielfältigen Dienstleistungsangeboten vor. Für die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. erläuterte Vizepräsident Dr. Luzian Weisel Neuausrichtung und Angebote der „neuen“ DGI. Stefan Benning präsentierte den VdA.
Es wurde aus dem Berufsalltag und den steigenden Anforderungen, durch die anhaltende Technologisierung und Automatisierung berichtet und welche Rolle die FaMIs in neuen Informations- und Wissensarchitekturen spielen könnten. Die FaMIs könnten verstärkt in den Bereichen: Schulung, Öffentlichkeitsarbeit und Information mitarbeiten. Unabdingbar für die Bewältigung der neuen Herausforderungen ist die permanente Weiterqualifizierung und die Bereitschaft ein Leben lang in seinem Beruf zu lernen. Die Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste sind wichtiges Personal für Informationseinrichtungen.

Nach der Veranstaltung nutzten die Verbandsvertreter die Gelegenheit, mit dem Schulleiter der Hermann-Gundert Schule, Manfred Füssinger, mit Frau Fröhlich sowie weiteren BerufschullehrerInnen ins Gespräch zu kommen. Es wurden Erfahrungen zur FaMI-Ausbildung ausgetauscht und gegenseitige Erwartungen angesprochen und diskutiert.

Hierbei bestand über die drei Fachverbände hinweg Einigkeit, dass sich in Bibliothek, Archiv und Information die Anforderungen im Beruf weiter hin zu höherwertigen Tätigkeiten verschieben werden, die Aus- und die Berufsbildung sowie die Berufsbilder dieser Entwicklung Rechnung tragen müssen. Für die Zukunft ist es wichtig, dass die Einrichtungen der Berufsbildung und die Fachverbände in einen regelmäßigen Dialog kommen und sich gemeinsam sowohl für die Fortbildungsmöglichkeit und den überregionalen Erfahrungsaustausch der BerufsschullehrerInnen einsetzen.

Es schloss sich ein kurzer Rundgang durch das Schulzentrum an. An der Hermann-Gundert-Schule werden insgesamt 1330 Schüler von 73 Lehrkräften unterrichtet. In den 12 FaMI-Klassen werden rund 300 Auszubildende unterrichtet. Die Schule ist mit modernsten Werkzeugen (z.B. Smartboards) für die Lehre ausgestattet. Angegliedert ist das Kreismedienzentrum. Integriert ist eine gut ausgestattete Schulbibliothek, die für die Ausbildung der FaMIs aber auch für die anderen Bildungsgänge entsprechende klassische und elektronische Informationsressourcen vorhält.



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