Berufsverband Information Bibliothek e.V.


BIB-FORT-Bildung: Bibliothek des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen in Hannover

Besichtigung in der Bibliothek des KFI Hannover

„Eine kleine Bibliothek mit ganz viel Service“ – so lautete das Fazit der BIB-Landesgruppenvorsitzenden Niedersachsen/ Bremen, Elke König-Gerdau, am Ende des Besuches des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN) in Hannover.
10 Kolleginnen, die sich bei der letzten „BIB on tour“ in Hannover eingefunden hatten, waren der gleichen Meinung, denn was Jan Lenselink, Bibliothekar im KFN, in einem rund zweistündigen Vortrag präsentierte, war schon erstaunlich.
Das KFN, auf drei Etagen in der Lützerodestraße 9 in Hannover verteilt, wurde 1979 als unabhängiges, interdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut gegründet. Das KFN erforscht u.a. Erscheinungsformen und Ursachen von Verbrechen, Kontrolle und Behandlung von Straftätern oder auch Kriminalitätsfurcht. Aktuelle Projekte, die auch durch Forschungsmittel finanziert werden, sind z.B. „Demografischer Wandel und Kriminalität“, Gewalt gegen Polizeibeamte, Tötungsdelikte an Kindern.
Jan Lenselink bietet in der Bibliothek des KFN mit einem Bestand von ca. 22.000 ME genügend Fachliteratur, um die Arbeit der Wissenschaftler im Haus bei ihren Forschungsprojekten zu unterstützen. Die „selbstgestrickte“ Systematik weist Themenbereiche wie Kriminologie, Psychologie, Viktimologie, Methodik, Drogen, Soziologie auf. Ein Zugriff auf den OPAC der Institutsbibliothek ist von außerhalb nicht möglich. Vor Ort nutzen Studenten der Fachbereiche Rechts-, Sozial- oder Erziehungswissenschaften die Bibliothek ebenso wie Studenten der Polizeihochschule, das LKA, die Polizei, Staatsanwaltschaft oder Journalisten.
Neben der Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeiten ist Jan Lenselink auch für die Unterstützung bei der öffentlichen Darstellung des KFNs über die Homepage (http://www.kfn.de/home.htm) zuständig. 40 – 45 % seiner Tätigkeit beim KFN machen die Bibliotheksarbeit aus, den Rest der Zeit beschäftigt sich Lenselink mit den Gehaltsabrechnungen der 42 Mitarbeiter, 22 Wissenschaftler und 14 Hilfswissenschaftler.
Besonders beeindruckend, aber auch arbeitsintensiv ist das Erstellen von elektronischen Informationsmappen im Intranet des Instituts. Hier sieht sich Lenselink als Informationsvermittler, der die Mappen auf der Grundlage von Informationsbedarfsprofilen der Wissenschaftler erstellt und bestückt. Zu den unterschiedlichsten Themen durchforstet Jan Lenselink Zeitschriften, führt spezielle Aufsätze auf und erstellt Links, die zu den einzelnen Zeitschriftenheften leiten.
Außerdem ist er für die Bearbeitung von Informationsanfragen (für Pressekonferenzen oder den Start eines neuen Projektes) zuständig sowie für die ganz alltäglichen Bibliotheksverwaltungsaufgaben.
Nach der Besichtigung und der Präsentationen war wirklich klar – Jan Lenselink leitet in Hannover in der Tat eine „kleine Bibliothek mit ganz viel Service“ in einem Forschungsinstitut mit vielen aktuellen und interessanten Themenbereichen.

Andrea Beißner, Museum Hameln/ Hochschule Weserbergland (Hameln)

Besichtugung KFI Hannover



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