Berufsverband Information Bibliothek e.V.


Bundesvorstand 2005-2008

BIB-Bundesvorstand 2005

Der Bundesvorstand nach der Wahl beim Bibliothekartag in Düsseldorf 2005

Die Vorstandsmitglieder stellen sich vor

Prof. Dr. Haike Meinhardt

Fachhochschule Köln
Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften
Institut für Informationswissenschaft
Claudiusstraße 1, Raum 378
50678 Köln
T: 0221/8275-3408
F: 0221/331-8583
E: haike.meinhardt@fh-koeln.de

Geboren 1961 in Dresden, mehrfach Ortswechsel zwischen Sachsen und Thüringen; Studium der Germanistik und Anglistik in Jena (Thüringen) an der Friedrich-Schiller-Universität mit anschließendem Forschungsstudium und Promotion.
Nach Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und in der Lehre, 1989 Wechsel an die Stadtbibliothek Apolda, eine Mittelstadtbibliothek zwischen Weimar und Jena, als stellvertretende Leiterin. Dort vor allem verantwortlich für Bestandsaufbau, Veranstaltungs- und öffentlichkeitsarbeit.
Die längste berufliche Etappe ab 1992 für mehr als zehn Jahre als Redakteurin von BuB in Reutlingen. In dieser Zeit, natürlicherweise, enge Kontakte zur ekz und dem BIB (damals noch VBB beziehungsweise vba) als Arbeitgeber. Seit Ende 2002 Professorin an der Fachhochschule Köln mit dem Lehrgebiet »Strukturen des Bibliothekswesens und des Informationsbereichs«.

Was sehe ich als wichtige Aufgabenfelder für den BIB, und woran möchte ich mitarbeiten? Da ist zum einen der Mitgliederschwund, eine typische Zeiterscheinung, mit der wir uns jedoch nicht abfinden sollten. Bibliotheken und Bibliothekare brauchen einen starken Berufsverband, und sie brauchen Nachwuchs in diesem Verband. Es liegt nahe, hier stärker auf die Einrichtungen zuzugehen, die die zukünftigen Kollegen ausbilden und die Mitgliederwerbung dort systematisch und kontinuierlich zu betreiben. Darüber hinaus brauchen wir aber auch ein Konzept für die BIB-Arbeit vor Ort, das studentische Interessen und Bedürfnisse mit bedenkt und studentische Mitbeteiligung möglich macht. Schließlich steht die Ausbildung selber vor Umbrüchen: Mit dem Umstieg auf den Bachelor wird sich das bibliothekarische Studium inhaltlich stärker konzentrieren und profilieren müssen – dafür benötigen sowohl die Ausbildenden wie auch die zukünftigen Bibliothekare und Bibliothekarinnen einen konstruktiven Austausch mit den im Berufsverband organisierten Praktikern. Ein zweites wichtiges Arbeitsfeld ist aus meiner Sicht die enge Kontaktpflege und Abstimmung mit anderen Verbänden im Bibliotheks- und Informationsbereich, darüber hinaus aber auch zu Partnern in Wissenschaft und Kultur in allen bibliothekspolitischen Fragen, insbesondere auch im Bereich Urheberrecht, GATS-Verhandlungen, und eine wirksame Artikulation gemeinsamer Interessen. Diese wird wiederum nur gelingen, wenn der Verband befähigt wird, sich neben den Alltagsgeschäften auch den »großen bibliothekspolitischen Linien« zuwenden zu können. Mit einer guten Arbeitsteilung im Verband sollte das möglich sein. Und schließlich liegt mir persönlich am Herzen, dass BuB als Fachzeitschrift und auch Verbandsorgan sicher weiter bestehen und sich fortentwickeln kann.

Jens Renner

Fachhochschule Ansbach
Postfach 1963
91510 Ansbach

Residenzstr. 8
91522 Ansbach
T: 0981/4877-430
F: 0981/4877439
E: jens.renner@fh-ansbach.de

Integration und Förderung nach innen – Profilbildung und Interessenvertretung nach außen: Das sind nach meiner überzeugung Aufgaben unseres Berufsverbandes. Bibliotheken werden nur überleben können, wenn Kunden und vor allem Unterhaltsträger von der Notwendigkeit ihrer Existenz überzeugt sind. Hier ist jede und jeder von uns gefordert, hier ist ein wichtiges Feld für unseren Berufsverband, an dem ich mitarbeiten möchte.
Wer stellt sich Ihnen als Kandidat vor? Mein Name ist Jens Renner (Jahrgang 1967), da ich zunächst Geschichte und Politikwissenschaft in Würzburg studiert hatte, habe ich erst vergleichsweise spät das Examen zum Diplom-Bibliothekar 1996 in München abgelegt. Seit 1997 leite ich die Fachhochschulbibliothek Ansbach. Für 1 400 Studierende (neben 3 000 externen Kunden) und mit 4,5 Bibliotheksstellen bieten wir den vollen Leistungsumfang einer Hochschulbibliothek. Kleine FHBs sind die öBs unter den WBs; Kundenorientierung ohne adäquate Personalausstattung, Vollservice bei spärlichen Finanzen sind tägliche Themen. Die ständig steigenden Belastungen und die digitalen Herausforderungen sind unablässiger Begleiter.
Neben dem FH-Hauptamt engagiere ich mich mit Lehraufträgen an meiner Hochschule, unterrichte an der Bayerischen Bibliotheksschule und nicht zuletzt gehöre ich dem aktuellen Bundesvorstand 2002 bis 2005 des BIB an. In dieser Funktion ging es mir zunächst darum, die Kommunikation unter den Verbandsaktiven zu verstärken. Nur wer umfassende Informationsmöglichkeiten hat, kann nach außen wirken. Eine verbandsinterne Mailingliste leistet hier gute Dienste. Aber auch nach außen muss noch stärker als bisher kommuniziert werden, wo der BIB in Entwicklungen und Gremien sich einbringt, und welche Ergebnisse dadurch erzielt wurden. Im Jahr 2005 werde ich mit tatkräftiger Hilfe vieler KollegInnen den BIB-Sommerkurs organisieren (siehe die Einladung in »BIB-Info« in BuB Heft 12/2004).
Ein besonderes Anliegen war mir die Einführung einer allgemeinen Briefwahl für den Bundesvorstand. Auch wenn leider nur fünf KandidatInnnen aus dem Vorschlagsprozess hervorgegangen sind, bitte ich Sie dennoch, von der Briefwahlmöglichkeit Gebrauch zu machen. Mit Ihrer Wahl können Sie Akzente setzen und aktiv an der Weiterentwicklung des Verbandes mitwirken.
Die kommenden Jahre werden für unseren Berufsverband nicht leichter als die zurückliegenden werden. Ehrenamtliches Engagement alleine wird nicht alle Fragen beantworten können; unabdingbar ist es daher, Rückhalt zu finden in den hauptamtlich Beschäftigten in Geschäftsstelle und BuB-Redaktion. Als vordringliche Ziele sehe ich es an, die Lobbyarbeit zu intensivieren, unterschiedliche Bedürfnisse und Ziele unserer Mitglieder zu integrieren und dabei stets mit wachem Auge die Finanzen zu sichern, Dienstleistungen für Mitglieder weiterzuentwickeln und neue Mitglieder zu gewinnen. Denn nur gemeinsam sind wir stark!

Susanne Riedel (Vorsitz)

Universitätsbibliothek Bielefeld
Postfach 10 02 91
33502 Bielefeld
T: 0521 / 106-4032
F: 0521 / 106-4052
E:
susanne.riedel@uni-bielefeld.de

Geboren 1963 – Nach der Buchhändlerlehre Studium an der FH Hamburg – Vor dem Berufseinstieg im Oktober 1988 ein mehrmonatiges Bibliothekspraktikum in San Jose, CA – In der UB Osnabrück Katalogisierung und Benutzungsdienst in der Bereichsbibliothek Rechts- und Wirtschaftswissenschaften – Seit April 2002 im Bereich Elektronische Dienstleistungen (ehemalige Internetgruppe) der UB Bielefeld mit der Gestaltung und Pflege des Webauftritts, E-Learning und verschiedenen Projekten beschäftigt.
Seit jetzt genau zehn Jahren engagiere ich mich in der bibliothekarischen Verbandsarbeit und bin inzwischen in verschiedenen Funktionen tätig gewesen. Alles begann in der sehr engagierten damaligen VdDB-Landesgruppe Niedersachsen, wo ich als stellvertretende Beirätin einen guten Einstieg fand und anschließend selbst als Beirätin weiterarbeiten konnte. Nach dem Zusammenschluss von vba und VdDB übernahm ich bis zum beruflich bedingten Wechsel nach NRW den Vorsitz in der dann um Bremen vergrößerten BIB-Landesgruppe.
Als wichtige überregionale Aufgabe sehe ich die Information der Mitglieder über das Verbandsgeschehen im Innern, über die Entwicklungen, an denen der BIB beteiligt ist, und über die Ergebnisse, die erarbeitet wurden. Ebenso wichtig ist für mich die Kommunikation dieser Dinge für die Wahrnehmung des BIB außerhalb des Berufsverbandes. Gern habe ich deswegen die Redaktion der Verbandsmitteilungen »BIB-Info« in BuB übernommen und arbeite bei Erstellung und Pflege der Website des Verbandes mit. Die gleichen Beweggründe gelten für meine Beteiligung bei der Konzeption und Organisation des Messestandes des BIB bei den Bibliothekartagen und ?kongressen sowie beim IFLA-Weltkongress in Berlin.
In wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch kritischer Zeit möchte ich dazu beitragen, die Netzwerkbildung unter den Mitgliedern zu fördern. Es ist essenziell – wenn nicht manchmal gar existenziell – wichtig, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, sich zusammenzutun und Koalitionen zu bilden, Informationen auszutauschen, voneinander zu lernen. Gut informiert zu sein und sich aktiv mit den Entwicklungen und Veränderungen im Berufsfeld auseinander zu setzen ist notwendig, um Schritt zu halten – bei berufspolitischen Themen ebenso wie bei der persönlichen Fortbildung.
Die Widrigkeiten der Bildungs- und Kulturpolitik sind hinlänglich bekannt und nicht grundlegend neu. Trotzdem oder gerade deswegen hat der Berufsverband meines Erachtens nach wie vor reichlich Grund dafür, Sparten übergreifende Lobbyarbeit für Bibliotheken und Informationseinrichtungen sowie ihre Beschäftigten verstärkt weiter zu betreiben und zu professionalisieren: Entscheidungsträger auf allen Ebenen nachdrücklich daran erinnern, welche Bedeutung und Kompetenz sie für das kulturelle und gesellschaftliche Leben, für die Bildung und damit für unsere Zukunft darstellen.
Mein Beruf und das Verbandsengagement sind mir wichtig, es gibt aber auch noch andere Dinge, über die man mit mir reden kann: ich bin hispanophil in literarischer, musikalischer, kulinarischer Hinsicht, ich mag europäisches Kino, Katzen, Radfahren und Reisen.

Sabine Stummeyer

TIB/UB Hannover
Welfengarten 1 B
30167 Hannover
T: 0511 / 762-19870
F: 0511 / 762-4075, -4076
E: Sabine.Stummeyer@TIB.Uni-Hannover.de

Ausbildung zur Bibliotheksassistentin an der Niedersächsischen Landesbibliothek Hannover (NLB) von 1985 bis 1987. Im Anschluss an die Ausbildung dort für weitere sechs Monate beschäftigt. 1988 Wechsel zur Bibliothek des Deutschen Wetterdienstes Offenbach. Seit 2000 bei der Technischen Informationsbibliothek – Universitätsbibliothek Hannover beschäftigt.
Seit rund zehn Jahren arbeite ich in verschiedenen nationalen und internationalen bibliothekarischen Gremien mit. Unter anderem: Bundesverein der BibliotheksassistentInnen und anderer MitarbeiterInnen an Bibliotheken (BBA, Landesgruppenvorsitz und Bundesvorsitz), Verein der Bibliothekare und Assistenten (vba, stellvertretende Vorsitzende), BDB (stellvertretende Sprecherin), BIB (Mitglied des Vorstandes), Mitglied des Standing Committee der IFLA Sektion »Management of Library Associations – MLAS«.
Die MLAS ist der Zusammenschluss aller in der ILFA vertretenen bibliothekarischen Verbände. Die Sektion unterstützt bibliothekarische »Klein-Verbände« in der Entwicklung und Organisation demokratischer Strukturen (siehe dazu die Initiative GLAD – Global Library Association Development Program), sie organisiert darüber hinaus Fortbildungsveranstaltungen während der IFLA-Weltkongresse und viele andere Dinge mehr.
In Zeiten, die geprägt sind von Haushaltssperren, Mittel- und Stellenstreichungen möchte ich das wichtigste »Kapital« der Bibliotheken nicht aus den Augen verlieren: die Beschäftigten. Ich setze mich ein für

  • die Vertretung Ihrer Interessen durch effektive Lobbyarbeit, sowohl in den nationalen als auch in den internationalen Gremien (IFLA, WSIS – World Summit on the Information Society, Unesco)
  • den Ausbau des Angebots an qualifizierten Fortbildungen
  • die Erweiterung und Optimierung des Dienstleistungsangebots des BIB, mit besonderem Augenmerk auf die Mitgliederwerbung und -bindung.

Dies kann nur erreicht werden im Dialog mit Ihnen. Machen Sie den BIB durch Ihre Anregungen und Hinweise zu einem lebendigen Berufsverband, der die Interessen seiner Mitglieder optimal vertritt.

Prof. Cornelia Vonhof

Fachhochschule Stuttgart
Hochschule der Medien-
Fakultät Information und Kommunikation
Wolframstr. 32
70191 Stuttgart
T: 0711 25706 - 165
E: vonhof@hdm-stuttgart.de

Geboren 1961, Diplom-Bibliothekarin (FH), Betriebswirtin (VWA). 1981 bis 1984 Studium an der Fachhochschule für Bibliothekswesen in Stuttgart. Zwischen 1992 und 1999 Kontaktstudium Kommunales Kulturmanagement an der PH Ludwigsburg, Führungskräfteseminar der Bertelsmann Stiftung und wissenschaftliche Weiterbildung »Modernisierung des Staates« an der Fernuniversität Hagen. 1997 bis 2000 berufsbegleitendes BWL-Studium.
Berufliche Stationen: 1984 bis 2000 Stadtbücherei Stuttgart, Leiterin der Stadtbibliotheken Ebersbach und Göppingen; 2000 bis 2004 Unternehmensberaterin für den öffentlichen Sektor (Kommunen, Landes- und Bundesministerien, Non-Profit-Organisationen) bei Arthur Andersen, Ernst & Young und Unisys mit den Beratungsschwerpunkten betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente, Organisationsanalysen und -entwicklung sowie Qualitätsmanagement. Seit 2003 Lehrbeauftragte an der Hochschule der Medien in Stuttgart und seit September 2004 Professorin für Public Management an der Hochschule der Medien in Stuttgart, schwerpunktmäßig in den Studiengängen des Bibliotheks- und Medienmanagements.
1991 bis 1998 Mitglied im Landesvorstand und anschließend Landesgruppenvorsitzende Baden-Württemberg des (ehemaligen) Vereins der Bibliothekare und Assistenten (vba), 1997 bis 2000 Mitglied im Internationalen Netzwerk öffentlicher Bibliotheken der Bertelsmann Stiftung, 1998 bis 2000 Mitglied in der Kommission »Organisation und Betrieb« des DBI sowie im Facharbeitskreis Bibliotheken der ARGE Produktplan Baden-Württemberg.
Nach der Rückkehr ins Bibliothekswesen möchte ich mein Engagement im Berufsverband wieder aufnehmen und aktiv im Bundesvorstand mitarbeiten. Dabei sind meine Ziele:

  • Den BIB als wichtigen Dienstleister auf regionaler und überregionaler Ebene für seine Mitglieder stärken: Ein qualifiziertes Fortbildungsangebot, zukunftsorientierte Fachdiskussionen, BuB als Forum und Stimme sowie die Kommissionsarbeit sind aus meiner Sicht die Stärken unseres Verbandes, die wir auch zukünftig brauchen.
  • Den BIB als Knoten im Netzwerk des Bibliotheks- und Informationswesens stärken: Wir brauchen die Zusammenarbeit mit bibliothekarischen und nicht-bibliothekarischen Verbänden, Organisationen und Institutionen, um gemeinsam unsere Ziele zu erreichen. Dazu gehört auch, mich um einen intensiven Austausch zwischen Berufspraxis und Hochschulen zu bemühen – gerade angesichts der anstehenden Veränderungen in der bibliothekarischen Ausbildung.


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