Berufsverband Information Bibliothek e.V.


Jahresbericht des Bundesvorstands zur Mitgliederversammlung am 5.6.2008 im Rahmen des 97. Deutschen Bibliothekartages in Mannheim

Susanne Riedel, Bielefeld; Haike Meinhardt, Köln; Jens Renner, Ansbach; Sabine Stummeyer, Hannover; Cornelia Vonhof, Stuttgart

Der auf der Mitgliederversammlung in Düsseldorf 2005 gewählte Bundesvorstand legt den dritten und damit letzten Rechenschaftsbericht der laufenden Amtszeit vor.

Finanzen
Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses des vorliegendes Berichts war noch keine Bilanz für das Jahr 2007 gefertigt. Die vorläufigen Abschlusszahlen geben gleichwohl Grund zu der Hoffnung, dass auch im vergangenen Jahr ein Überschuss erzielt werden konnte. Möglich war dies vor allem durch eine stabile Mitgliederzahl und daraus resultierend ein stabiles Beitragsaufkommen. Auch die übrigen Einnahmeerwartungen erfüllten sich, während auf der Ausgabenseite achtsame Sparsamkeit alle Vorhaben finanzierbar werden ließ.
Schon für 2008 aber muss der Wirtschaftsplan von einem negativen Ergebnis ausgehen. Dies liegt in den Umsatzssteuerforderungen des Finanzamtes ebenso begründet, wie in den allgemeinen Preissteigerungen z.B. bei Energiekosten. Auch der erfolgte Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst wird die Kosten steigen lassen. Um auf Dauer handlungsfähig zu bleiben und unseren Mitgliedern weiterhin qualitätsvolle Services anbieten zu können, hat der Vereinsausschuss im November 2007 eine moderate Beitragsanpassung ab 2009 beschlossen. Dieser Beschluss ist nach langer Diskussion getroffen worden und uns wahrlich nicht leicht gefallen. Diese erste Erhöhung der Mitgliedsbeiträge seit Existenz unseres gemeinsamen Berufsverbandes ist jedoch unumgänglich, um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern. Über einen entsprechenden Antrag wird die Mitgliederversammlung während des Deutschen Bibliothekartags im Juni in Mannheim entscheiden.
Zum Verständnis der Umsatzsteuerproblematik, die mit der von uns herausgegebenen Fachzeitschrift zusammenhängt, an dieser Stelle einige Erläuterungen: BuB wird vom Finanzamt als vollwertige Fachzeitschrift behandelt und gehört wegen des vergleichsweise geringen Umfangs des Verbandsteils im Heft steuerrechtlich nicht originär zum Vereinszweck. Da die Mitglieder durch den kostenlosen BuB-Bezug einen entsprechenden "Mehrwert" erhalten, muss vom Verband für jedes Mitglied Umsatzsteuer abgeführt werden. In früheren Jahren ist das Finanzamt einem Berechnungsmodell gefolgt, dass für den BIB rund 4.000 Euro abzuführende Steuer jährlich bedeutete. Diese langjährige Praxis wurde aber bei einer Umsatzsteuerprüfung im Juli 2005 vom Finanzamt verworfen und eine Neuberechnung rückwirkend ab 2004 angekündigt. Im Ergebnis wurde eine andere Bemessungsgrundlage festgelegt, die zu einer Verdoppelung der Steuerzahllast führte. Verhandlungen mit dem Finanzamt blieben erfolglos, nach Rücksprache mit dem Steuerberater haben wir jedoch von einer Klage abgesehen und für die Haushaltsjahre 2004 bis 2006 Steuern von insgesamt rund 11 000 Euro nachgezahlt. In der Zwischenzeit wurde vom Verband mit dem BuB-Verlag Bock + Herchen ein neuer Dienstleistungsvertrag rückwirkend ab 2007 geschlossen, der zu einer wieder geringeren Umsatzsteuerzahllast führen könnte. Das Finanzamt hat sich dazu noch nicht geäußert; wir sind aber zuversichtlich, dass die sich aus der Vertragsänderung ergebende veränderte Bemessungsgrundlage akzeptiert werden wird.

Mitgliederentwicklung
Der BIB hatte per Stichtag 1.1.2008 6182 eingeschrieben Mitglieder. Damit konnte die Mitgliederzahl im Berichtszeitraum im Großen und Ganzen gehalten werden. Eindeutig positiv ausgewirkt hat sich die Einführung des "BIB-Appetizers", von dem viele Auszubildende und Studierende Gebrauch machten und hoffentlich auch weiter machen werden. Der nächste Schritt ist die zusätzliche Konzentration auf Konzepte zur Mitgliederbindung, mit denen sich vornehmlich die neu gegründete Kommission für Verbandsmarketing und -kommunikation befasst.

Fortbildung
Fortbildungsbedarfe zu erkennen und Fortbildungsveranstaltungen anzubieten, gehören zu den zentralen Aufgaben des BIB. Das Gros der Veranstaltungen wird von den Landesgruppen regional geplant und durchgeführt. Seit letztem Jahr haben die Landesgruppen die Kommission für Fortbildung (FobiKom) zur konzeptionellen und organisatorischen Unterstützung an ihrer Seite. Der Bundesvorstand ist auf überregionaler Ebene in Fortbildungsaktivitäten involviert: beim ekz-BIB-Seminar, beim BIB-Sommerkurs, beim Deutschen Bibliothekartag und bei der "Biblioteca Apprende".
Der 10. BIB-Sommerkurs 2007 in Stuttgart "(Rechts)sicher handeln - kompetent auftreten! Rechtsfragen im bibliothekarischen Alltag von (künftigen) Führungskräften" musste leider wegen zu geringer Teilnehmerzahl ausfallen. Der nächste, der 11. BIB-Sommerkurs 2008 ist aber bereits geplant: zum Thema "Fördern und fordern: Mitarbeiterführung in Bibliotheken vor dem Hintergrund leistungsbezogener Bezahlung" wird er in Freiburg/Br. vom 4.-8. August stattfinden, dieses Mal organisiert von der Kommission für Fortbildung.
Die Neuauflage der Biblioteca Apprende fand nun schon zum dritten Mal als übergreifende Kooperation mit den österreichischen, schweizerischen und italienischen Verbänden statt. Vom 25.-27. September 2007 kamen in Innsbruck weit über 200 Expertinnen und Experten zu Fragen der Informationskompetenzvermittlung zusammen und genossen ein qualitätsvolles Vortrags- und Diskussionsprogramm ebenso wie eine gastfreundliche Universität. Durch die liebevolle und umsichtige Organisation des Ortskomitees war die internationale Tagung für alle Teilnehmer ein Gewinn. Der BIB wird sich auch an der nächsten Biblioteca Apprende, die 2009 voraussichtlich in Chur staffinden wird, mit ReferentInnen und ModeratorInnen beteiligen.

Deutscher Bibliothekartag
Der Deutsche Bibliothekartag, der von den Personalverbänden BIB und VDB gemeinsam veranstaltet wird und die zentrale Fortbildungsveranstaltung des Jahres ist, steht für 2008 unmittelbar bevor. Die beiden Vorsitzenden der Verbände, Dr. Ulrich Hohoff und Susanne Riedel, haben Anfang des Jahres in einem gemeinsamen offenen Brief an die Berufsöffentlichkeit auf die allseits bekannte Notwendigkeit von beruflicher Fortbildung ausdrücklich hingewiesen und dazu aufgerufen, die Bibliothekartagswoche als besonders gute Gelegenheit zu nutzen, sich konzentriert, intensiv und in angenehmer Umgebung zu vielen aktuellen Themen updaten? zu lassen. Um die ausrichtende Bibliothek bei den vielen organisatorischen Notwendigkeiten zu entlasten, ist auch diesmal wieder ein lokaler Kongressveranstalter (hier: m:con) engagiert worden. Es bleibt noch viel Arbeit übrig, aber bietet auch die Chance, der Tagung einen individuellen Stempel aufzudrücken.
Noch ist Mannheim nicht vorbei, da laufen schon die Vorbereitungen für den nächsten Bibliothekartag, der vom 2.-5. Juni 2009 unter dem Motto: "Ein neuer Blick auf Bibliotheken" in Erfurt stattfinden wird, auf Hochtouren. Die Kollegen dort haben bereits sehr konkrete Ideen entwickelt und sind in der Planung bemerkenswert weit fortgeschritten.
Die Jahrestagung der deutschen bibliothekarischen und informatorischen Berufe ist in 2010 wieder der Bibliothekskongress, der von der BID organisiert wird und in Leipzig stattfindet. Im Zusammenhang mit der Überlegung, wie es im Tagungsgefüge nach 2010 weitergehen soll, haben BIB und VDB ihren Willen bekräftigt, den Deutschen Bibliothekartag weiterzuführen und auch weiterhin gemeinsam zu veranstalten. Dazu sind Leitlinien für Struktur und Inhalte erarbeitet worden, die die Organisation in Zukunft erleichtern werden. Der DBV wird auch zukünftig Kooperationspartner sein.

Bibliothekskongress 2007 in Leipzig
Der BIB hat mit allen seinen Fachkommissionen zum Fortbildungsprogramm des Bibliothekskongresses in Leipzig beigetragen. Am gemeinsamen Messestand der Verbände kamen der gut besuchte Newcomer-Treff (s. "Zielgruppe Studierende und Auszubildende) und die Präsentation der Filme des FAMI-Filmwettbewerbs der KIFA, die ebenfalls großes Interesse hervorrief, hinzu. Während der gesamten Tagung nutzte der BIB dort die Gelegenheit, um sich der Fachöffentlichkeit zu präsentieren und bekannt zu machen. Als Publikumsmagnet erwies sich die nunmehr fünfte "Blaue Stunde" des BIB. Unter dem Motto "Ey, wie schmeckt der Wein süße ... " in Anlehnung an die berühmte Kantate von Johann Sebastian Bach, gab es die Gelegenheit, sich zum Tagesausklang entspannt zu treffen und neue Kollegen kennen zu lernen. Dieses Angebot wurde rege genutzt; mehr als 200 Gäste konnte der BIB begrüßen. Möglich wurde die Blaue Stunde auch in diesem Jahr wieder durch die freundliche Unterstützung der Firma Dietmar Dreier.

Zielgruppe Studierende und Auszubildende
Den bibliothekarischen Nachwuchs für den BIB zu gewinnen, darin sah der Bundesvorstand auch 2007 eine wichtige Aufgabe. Zur Mitgliederversammlung 2007 in Leipzig war vom Vorstand der Antrag eingebracht worden, den als befristete Werbekampagne gestarteten "BIB-Appetizer" zu einem dauerhaften Angebot zu machen. Die Zustimmung der Mitglieder zu dieser neuen Beitragsgruppe ermöglicht es den Verbandsaktiven in den Landesgruppen und Kommissionen bei ihren Werbeaktionen in Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen, BIB-Newcomern ein attraktives Angebot zu machen: In den ersten zwölf Monaten der Mitgliedschaft kann man BIB und BuB für 25 Euro kennen lernen. Erfreulicherweise wird daraus dann -fast immer eine dauerhafte Mitgliedschaft.
Newcomern bietet der BIB auf den Jahrestagungen zusätzlich ein Forum, um den aktiven Einstieg ins Netzwerk des Berufsstandes zu finden. Mit großem Erfolg wurde auf dem Bibliothekskongress 2007 in Leipzig ein neues Veranstaltungsformat getestet: In Posterpräsentationen stellten Studierende und Auszubildende Highlights aus ihren Projekten, Seminaren und Abschlussarbeiten vor. Der Zuspruch sowohl von Seiten der Newcomer als auch von Seiten der Berufspraktiker, die sich darüber informieren wollten, wie sich bibliothekarische und informatorische Ausbildung heute gestaltet, war so groß, dass auf dem Bibliothekartag in Mannheim der Newcomertreff wieder in dieser Form angeboten werden wird. (Mittwoch, 4. Juni 2008, 12:00 - 13:30 Uhr, Stand des BIB).
Die Anzahl der Bewerbungen, die auf den diesjährigen Call for Papers eingingen, waren noch höher als im Jahr zuvor, und mittlerweile sind nicht nur alle Hochschulen in Deutschland vertreten, sondern der NCT zieht auch Studierende aus Österreich (FH Burgenland) und der Schweiz (HTW Chur) an. Der Vorstand wertet dies als gutes Zeichen für einen lebendigen Berufsverband, der seine Mitglieder ins Gespräch bringt.

Lektoratskooperation
Der BIB ist einer der drei Träger der Lektoratskooperation (ekz, DBV, BIB) und über den BIB-Bundesvorstand im Vorstand der Steuerungsgruppe der Lektoratskooperation vertreten. Aufgabe dieses Gremiums ist es nicht nur, die Leistungsfähigkeit der Lektoratskooperation zu erhalten und auszubauen, sondern auch eventuell anfallende Probleme ebenso wie neue Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinschaftlich anzugehen. Darüber hinaus gilt es immer wieder, das Alltagsgeschäft der Lektoratskooperation zu unterstützen, sei es zum Beispiel bei der Festlegung der Quoten für die einzelnen Sachgebiete oder die Gewinnung neuer Lektoren und Rezensenten.
Im Berichtszeitraum haben sowohl der Vorstand der Steuerungsgruppe wie auch die Steuerungsgruppe selbst insgesamt viermal getagt. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit im letzten Jahr lag darin, die Einführung des neuen Lektoratsmanagement-Systems der ekz zu unterstützen. Mit dem neuen System wird es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Systems wie für die Bibliotheken zu wesentlichen Erleichterungen und Verbesserungen kommen. Eine Innovation ist bspw. die Möglichkeit der Kataloganreicherung mit Cover-Abbildungen und Inhaltsverzeichnissen. Im Laufe des Jahres 2008 soll das neue System implementiert werden und den Betrieb aufnehmen.
Ein weiterer wichtiger Punkt war und bleibt die Öffentlichkeitsarbeit für die Leko. Sie wurde im vergangenen Jahr durch eine Reihe von Vorträgen des Vorstands der Steuerungsgruppe wie auch über BuB-Beiträge intensiviert. In Bälde wird eine Homepage für die Leko an den Start gehen, die innerhalb des Webauftritts des BIB beheimatet sein wird. Zielgruppe ist die Berufsöffentlichkeit allgemein einschließlich der Studierenden; sie ist ein Mittel, um für die LK zu werben und über sie zu informieren.
Ebenfalls neu erarbeitet wurde das Informationsfaltblatt für die Leko, das von der ekz-Homepage heruntergeladen werden kann und zukünftig natürlich auch auf der Leko-Homepage zu finden sein wird.
Die Lektoratskooperation - das wichtigste Gemeinschaftsunternehmen der Öffentlichen Bibliotheken - steht derzeit auf gesunden Füßen, nicht zuletzt dank des großen Engagements der ekz. Damit das weiterhin so bleibt, werden die drei Partner auch im nächsten Jahr initiativ sein.

Fachzeitschrift BuB
BuB spielt für den Berufsverband eine zentrale Rolle. Als wichtigste und auflagenstärkste und mit einer hauptamtlichen, engagierten Redaktion ausgestattete deutschsprachige Fachzeitschrift hat sie zwei Funktionen: BuB ist das unabhängige Fachorgan, das die berufspolitischen Diskussionen in Deutschland begleitet und anregt und zugleich die Verbandszeitschrift des BIB. In beiden Funktionen ist BuB ein wichtiges Argument für die Mitgliedschaft im Verband.
Für den Bundesvorstand ist die professionelle und fachlich unabhängige Redaktion ein zentraler Aspekt, auf dem die Qualität von BuB basiert. Die Arbeit der Redaktion wird von einem Herausgebergremium begleitet, dem Cornelia Vonhof als Vorstandsmitglied angehört. Hier werden Themen diskutiert, Anregungen ausgetauscht, Kontakte zu Autorinnen und Autoren vermittelt und Ideen für die Weiterentwicklung der Zeitschrift entwickelt.
BuB hat sich sichtbar verändert in den letzten Jahren: optisch durch professionelle Fotostrecken, inhaltlich durch attraktive Schwerpunkthefte, abwechslungsreiche journalistische Formate und die mittlerweile drei regelmäßigen Kolumnen: "Blickpunkt Recht" und "Blickpunkt Internet" wurden ergänzt durch "Blickpunkt Wissenschaft", den Eric Steinhauer kompetent und meinungsfreudig gestaltet. Die Redaktion hat viele weitere Ideen - die Leserinnen und Leser dürfen gespannt sein und der Bundesvorstand freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Personelle Veränderungen in den Landesgruppen
Im Jahr 2007 hat turnusgemäß eine Welle von Neuwahlen in den Landesgruppen stattgefunden. Die Ergebnisse der Wahlen und insbesondere die Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder ist übers Jahr in der Rubrik "Aus dem Berufsverband" in BuB dokumentiert worden. Wir freuen uns, dass sich überall teils neue Gesichter gefunden haben, die die Arbeit des BIB auf Landesebene weiterführen. Mancher hat sich umorientiert und arbeitet in einem anderen Gremium weiter. Allen ausgeschiedenen Aktiven sei sehr herzlich für die geleistete Arbeit und das teilweise jahrelange Engagement gedankt!

Neuausrichtungsprozess
Der Neuausrichtungsprozess ist im Berichtszeitraum planmäßig vorangekommen. Nach der Vorstellung der einzelnen Schritte in BuB und in der Mitgliederversammlung in Leipzig haben sich erfreulicherweise weitere BIB-Mitglieder für die Mitarbeit in den Kommissionen bereit erklärt, so dass die Besetzung so gut wie abgeschlossen ist.
Nach der MV in Leipzig, in der die Bestellung der Vorsitzenden der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder (KAuB), Karin Holste-Flinspach und des Vorsitzenden der Kommission für Bibliothekspolitik (KfB), Jörg Sämann, bestätigt wurde, sind für die beiden verbleibenden neuen Kommissionen Vorsitzende gefunden und in der Zwischenzeit vom BIB-Vereinsausschuss bestellt worden. Dies sind:

In der MV in Mannheim wird die satzungsgemäß notwendige Bestätigung dieser Vorsitzenden auf der Tagesordnung stehen. Dort haben Sie dann auch die Möglichkeit, alle Kommissionsvorsitzenden persönlich kennen zu lernen.
Der Vereinsausschuss hat inzwischen auch die Mitglieder der Kommissionen bestätigt, hier noch einmal die Namen:

Die Kommissionen haben sich sehr engagiert in die Arbeit gestürzt und über den Sommer 2007 ihre Programme entwickelt. Sie haben diese sukzessive und reihum in BuB der Berufsöffentlichkeit vorgestellt sowie mit dem Vereinsausschuss diskutiert und abgestimmt. Die Programme und Arbeitsvorhaben sind vielversprechend und vielfältig. In der Kürze der Zeit ist schon einiges bewegt worden, und wir alle sind optimistisch, dass wir mit der veränderten Struktur, neuen Aktiven und neuen Ansätzen das Dienstleistungsspektrum erweitern, die Wirkung verstärken und den BIB zukunftsfähig machen können. Mit Renate Gundel hat ein "BIB-Urgestein" die aktive Verbandsarbeit beendet. Über 20 Jahre war sie aktiv und hat ein großes Stück Vereinsgeschichte miterlebt und vor allem mitgeschrieben! Im VBB, vba und auch im BIB hat sie mit großem Engagement in ganz unterschiedlichen Funktionen gearbeitet: Sie war - um nur die wichtigsten zu nennen - Mitglied des Bundesvorstands und des Landesvorstandes der Landesgruppe Baden-Württemberg zu Zeiten des VBB, sie war Gründungsredakteurin und langjährige Verantwortliche für den Verbandsteil in BuB und sie war in der Kommission für Eingruppierung und Besoldung als geschätzte Tarifexpertin Ansprechpartnerin für viele Rat suchende Mitglieder. In dieser Funktion hat sie auch maßgeblich an der für den Berufsstand so wichtigen Publikation "Arbeitsvorgänge in Bibliotheken" mitgearbeitet. Der Vorstand dankt Renate Gundel für dieses außergewöhnliche Engagement ganz herzlich!

Neue Homepage
Der aktuelle Webauftritt des BIB (www.bib-info.de) hat uns nun einige Jahre begleitet. Mit allen Arbeiten von der Konzepterstellung über die Aktualisierung bis zur technischen Betreuung war und ist vornehmlich die Webredaktion (Christoph Ackermann, Andreas Graupp, Barbara Jedwabski, Bettina Lapp, Tibor Maxam, Jürgen Plieninger, Susanne Riedel, Ute Winter) betraut. Er mutet inzwischen etwas angegraut an und so ist eine grundlegende Renovierung und Umstrukturierung unumgänglich geworden. Der Webauftritt wird derzeit mit Unterstützung eines Webdesigners und eines kommerziellen Providers auf ein Content Management System (Typo3) umgestellt, um allen BIB-Aktiven die Möglichkeit zu geben, schnell und einfach ihre Inhalte selbst einzustellen. Der Relaunch ist für den Sommer 2008 geplant. Nach Beendigung aller Arbeiten können Sie sich auf einen Webauftritt freuen, der bunter, umfassender, informativer und aktueller sein wird!

BIB und der Dachverband BID
Ein Projekt, an dem der BIB unter dem Dach der BID seit Mitte 2007 mitarbeitet, ist die Weiterentwicklung und Fortschreibung des Strategiepapiers "Bibliothek 2007". In ihm sollen konkrete Forderungen für die Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland formuliert werden. Das Konzept mit dem Arbeitstitel "Bibliothek 2012" soll das Potenzial der Bibliotheken zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Fragen deutlich machen und gleichzeitig benennen, welche Voraussetzungen und Standards erfüllt sein müssen, damit sie ihren Beitrag dazu leisten können. Auf dem Bibliothekartag in Mannheim wird der bisherige Entwicklungsstand vorgestellt und mit der Fachwelt diskutiert.
Im Herbst 2007 sind bei Bibliothek & Information International, einer Einrichtung der BID, unerwartet gravierende Änderungen notwendig geworden. Ulrike Lang, die auch Delegierte des BIB bei BII war, musste den langjährigen Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen plötzlich aufgeben. Sie hat in der aktiven Zeit beispiellos engagiert BII aufgebaut, internationale Kontakte gepflegt, ausländische Gäste und deutsche Kollegen, die ins Ausland reisen wollten, betreut und BII ein Gesicht gegeben. Sie hat über die Maßen Freizeit und Energie investiert und war mit der nicht einfachen Materie der Fördermittelverwaltung bestens vertraut. Wir haben ihr viel zu verdanken! Nach ihrem Rücktritt hat der zweite Delegierte des BIB bei BII, Klaus-Peter Böttger, die kommissarische Geschäftsführung übernommen, bis im Januar Hella Klauser vom KNB zur Sprecherin des Gremiums gewählt wurde. Der BID-Vorstand hat aufgrund des sehr bedauerlichen Rückzugs von Ulrike Lang, aber auch wegen Veränderungen bei der Finanzmittelverwaltung strukturelle Änderungen beschlossen. Ziel ist in jedem Fall, dass BII das erreichte Niveau hält und unverändert die Schnittstelle zum bibliothekarischen Ausland bleibt. Für den Rest der laufenden Amtszeit (bis Mitte 2009) ist die BIB-Vorsitzende Susanne Riedel die zweite Delegierte von BIB bei BII. (Weitere Informationen dazu von Barbara Lison in BuB 2008, H. 3, S. 190).

Internationales
BIB ist Mitglied in der IFLA-Sektion "Management of Library Associations". Die im Laufe der Jahre durch die Mitarbeit von Sabine Stummeyer in der Sektion entstandenen Kontakte zu Kollegen ausländischer Bibliotheksverbände konnten im vergangenen Jahr weiter ausgebaut werden. Dadurch ergibt sich für den BIB die Möglichkeit, seinen Mitgliedern bei der Vermittlung von Praktikumsstellen im Ausland behilflich zu sein. Der Abschluss entsprechender schriftlicher Vereinbarungen ist für 2008 geplant. Es bestehen inzwischen Kontakte zu verschiedenen Verbänden in den USA (ALA, ARL, MLA, SLA), nach Dänemark, Großbritannien, die Niederlande und Finnland.

Mit diesem dritten Rechenschaftsbericht beschließt der amtierende Bundesvorstand seine dreijährige Amtszeit. Wir bedanken uns bei allen BIB-Aktiven in den Kommissionen und Landesgruppen, bei dem Geschäftsführer, der Webredaktion, dem Bearbeiter des Verbandsteils in BuB, den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle, den gewählten BuB-Herausgebern, den Beauftragten bei BII und AKJ sowie bei der BuB-Redaktion, dem Verlag Bock + Herchen, der ekz, den Partnern der anderen Verbände, bei allen Unterstützern, Kritikern, Gegnern und allen Mitgliedern für eine sehr konstruktive, inspirierende, angenehme, abwechslungs- und arbeitsreiche Zeit. Und weil es so schön war, treten wir wieder an für Sie und eine neue Amtszeit ... wenn Sie wollen! Bitte beteiligen Sie sich an der Vorstandswahl; es ist eine der Möglichkeiten der aktiven Beteiligung als Mitglied.

Im Mai 2008



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