Vereinsausschuss

Der Vereinsausschuss berät und beschließt über alle wichtigen berufspolitischen Fragen und über alle Vorhaben, mit denen sich der Verein an die Öffentlichkeit wendet, und wirkt mit bei Vorhaben und Planungen des Vorstands.

Der Vereinsausschuss tritt mindestens einmal jährlich zusammen.

BIB-Mitglieder können Anregungen und Anträge für den Vereinsausschuss über ihre Landesgruppenvorstände oder Kommissionen einbringen.

Mitglieder

Stimmberechtigte Mitglieder:

  • alle Vorstandsmitglieder
  • je ein(e) Vertreter(in) jeder Landesgruppe, in der Regel der/die Vorsitzende
  • je ein(e) Vertreter(in) jeder Kommission, in der Regel der/die Vorsitzende
  • der / die Vertreter(in) von Bibliothek International

Nicht stimmberechtigte Mitglieder:

  • ein(e) Bearbeiter(in) des BuB-Vereinsteils
  • der/die Geschäftsführer(in)

Zuständigkeit

Der Vereinsausschuss ist zuständig für

  • die Einberufung und Auflösung von Kommissionen,
  • den Ausschluss von Mitgliedern bei vereinsschädigendem Verhalten.

Der Vereinsausschuss beschliesst über

  • Vorlagen und Berichte, die der Vorstand der Mitgliederversammlung zuzuleiten gedenkt,
  • Vorlagen und Berichte, die der Vorstand und der Vereinsausschuss außerhalb der Beratung der Mitgliederversammlung vorträgt,
  • den jährlich vom Vorstand vorzulegenden Wirtschaftsplan,
  • die Delegierung von Vereinsmitgliedern in Gremien,
  • Ort und Zeitpunkt der Jahrestagung,
  • Einrichtung von Landesgruppen abweichend vom Regelfall nach § 6 Satz 1 und Änderungen hierzu.

Planung: Die nächste Sitzung des Vereinsausschusses

Freitag und Samstag 12. und 13. Februar 2021 (virtuell)

    Sitzungen des Vereinsausschusses 2020

    9. - 11. Januar 2020 in Erlangen - gemeinsame Vereinsausschuss-Sitzung BIB und VDB

    Am 10. und 11. Januar 2020 fand in der Universitätsbibliothek Erlangen eine erste gemeinsame Vereinsausschuss-Sitzung der beiden Berufsverbände VDB und BIB statt.

    Nach der Begrüßung durch die Gastgeberin Konstanze Söllner und einer Vorstellungsrunde der über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde auf Aktuelles und Arbeitsvorhaben in den Verbänden eingegangen.

    Berichtet wurde aus der BID-AG Personalentwicklung sowie über deren Workshop-Planung in diesem Jahr, außerdem aus der seit November 2019 bestehenden FaMI 4.0-Projektgruppe des BIB, die sich schwerpunktmäßig mit der angedachten Neuordnung des Berufes befasst. Auf großes Interesse stießen zudem Referate über die seit Jahresbeginn geltende neue Entgeltordnung des TV-L für Bibliotheksbeschäftigte, durch die unter anderem die Einstiegseingruppierung für FaMIs aufgrund ihrer dreijährigen Ausbildung auf EG 5 festgezurrt wird1, sowie über forschungsnahe Dienste von Bibliotheken. Hier reichte die Spanne von Publikationsberatung bis Forschungsdatenmanagement, ferner kamen die mit diesen neuen Aufgaben verbundenen zusätzlich gefrag- ten Kompetenzen beim Personal zur Sprache.

    Angeregt inhaltlich diskutiert wurde ferner über das Thema »Quereinsteiger in Bibliotheken«, deren Sinnhaftigkeit und Gewinnung, zu dem eine AG des VDB ein Statement erarbeitet hat und das seitens des Berufsverbandes auch durch eine Veranstaltung auf dem kommenden Bibliothekartag aufgegriffen wird.

    Als Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit stehen bei den Bibliothekartagen über einen zusammen gestalteten Stand hinaus auch die mögliche Behandlung gleicher Themen in den Mitgliederversammlungen, eventuell eine gemeinsame Webseite als Ausgangsseite sowie verstärkte Gremien- und regionale Zusammenarbeit im Raum.

    Eine offene Austauschrunde beendete die gemeinsame Sitzung. Resümierend stellten sowohl die beiden Vorsitzenden als auch die Anwesenden im an- schließenden Feedback die gelungene Kombination von Sachinformationen und der Möglichkeiten des besseren Kennenlernens in positiver Atmosphäre heraus. Insgesamt wurde die Sinnhaftigkeit gemeinsamer Vereinsausschuss-Sitzungen festgestellt, sodass eine Wiederholung angedacht ist.

    Die VA-Sitzung nur des BIB schloss sich an. Unter der gewohnt souveränen und straffen Sitzungsleitung durch Sylvia Gladrow wurde zunächst aus dem Bundesvorstand berichtet, unter anderem über die gemeinsame Kommission Management des VDB, BIB und dbv, die Tagung »Chancen« der ekz, das Projekt »Miteinander reden« und die Woche der Meinungsfreiheit im Mai 20203, die Vorhaben der New Professionals auf der Leipziger Buchmesse und die BIB-Planungen für die Frankfruter Buchmesse mit einer Weiterführung der 2019 begonnenen Äppler-Lectures am Buchmessewochenende.

    Auch der Wirtschaftsplan für das laufende Jahr wurde nochmals aufgerufen und Nachfragen dazu beantwortet, zudem ein neuer Haushaltsantrag zum Relaunch der BuB-Webseiten besprochen und ohne Gegenstimmen angenommen. Des Weiteren stellte Ute Engelkenmeier die begonnene Beschluss-Dokumentation, eine aufbereitete Sammlung von Beschlüssen von Mitgliederversammlungen, Vereinsausschuss-Sitzungen und des Bundesvorstandes, für die Jahre 2007 bis 2021 vor.
    Breiten Raum nahm die auf der Novembersitzung des Vereinsausschusses begonnene Erarbeitung der neuen Satzung ein. Zahlreiche Details waren noch zu klären, damit die geänderte Satzung auf der Mitgliederversammlung in Hannover zur Abstimmung gestellt werden kann.

    In der folgenden offenen Runde stellten Andrea Kiefer und Alexander Horn den neuen Internetauftritt des BIB vor, der aufgrund einer krankheitsbedingten Verzögerung erst in einigen Wochen online gehen kann, und beantworten zahlreiche Rückfragen. Zur Einführung/ Schulung zum neuen Auftritt wird es Videos zu einzelnen Aspekten geben.
    Im Rahmen einer vorgesehenen stärkeren Zusammenarbeit mit dem VDB wurde ein gemeinsamer Appell zur Freistellung für Fortbildungen und das Ehrenamt, insbesondere für die Verbandsarbeit, angedacht sowie ein eher mit emotionalen Mitteln (Storytelling, etc.) arbeitender Film zu den Bibliotheksberufen für Arbeitsagenturen und andere Vermittlungsinstanzen. Die To-do-Liste des BIB enthält in diesem Kontext noch die Erarbeitung eines Positionspapiers, einer Präambel zum Thema Openness sowohl allgemein für den Verband als auch in Bezug auf Publikationen und Veranstaltungen sowie die Darstellung verschiedener Szenarien – auch in Bezug auf den BIB mit BuB als Wirtschaftsbetrieb –, die durch eine kurzzeitig einzurichtende AG über- nommen werden soll.

    Der Vereinsausschuss des BIB wird sich zu seiner nächsten Sitzung Ende Oktober dieses Jahres treffen. Und für Interessierte zum Schluss: der englische Name unseres Verbandes lautet »Association of Information and Library Professionals«.

    Karin Holste-Flinspach

    30. Oktober - 1. November 2020 (virtuell)

    Nach der pandemiebedingten Absage des Bibliothekartags in Hannover und damit auch einer traditionell stattfindenden Mitgliederversammlung, sollte diese – so die optimistische Planung– ebenso wie die Vereinsausschusssitzung im November »präsent« in Potsdam stattfinden. Aber Corona hat auch dies leider verhindert.

    Um den Informationsaustausch zu gewährleisten, die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten und anstehende Fragen zu regeln, wurden daher zwei Online-Sitzungen des BIB-Vereinsausschusses und eine virtuelle Mitgliederversammlung einberufen:


    Vereinsausschusssitzung

    Auf den beiden Vereinsausschusssitzungen im September und im November nahmen der Bundesvorstand, Vertreter*innen der BIB-Geschäftsstelle, BuB-Redaktion, BIB-Info sowie Vertreter*innen der Landesgruppen und Kommissionen, der New Professionals und von BII teil.

    Die Funktionsträger*innen beschlossen nach den jeweiligen Kommissionsberichten – wie laut Paragraf 11.2 der Satzung alle drei Jahre vorgesehen – die Arbeitsprogramme der Kommissionen sowie nach dem Dank an ausscheidende langjährige Mitglieder die Neuberufungen (wie am 14. November nachfolgend auch in der Mitgliederversammlung bestätigt): Karin Langenkamp als Vorsit- zende der FobiKom, als neue Mitglieder der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder Nora Neuhaus de Laurel und Petra Schneider, der New Professionals Theresa Griesbeck und Helma Ulbricht, der Kommission für Verbandsmarketing und -kommunikation Stephan Jung und Andrea Kitzing sowie den Wechsel von Franziska Weber von den New Professionals zur FobiKom.

    Zwischen beiden Vereinsausschusssitzungen wurden per Mailabstimmung im Oktober 2020 zwei Anträge des Bundesvorstands durch den Vereinsausschuss beschlossen, zum einen die Beauftragung einer professionellen Organisationsberatungsagentur zur Optimierung der zunehmend komplexer und umfangreicher gewordenen Aufgaben und Organisationsstrukturen in der Geschäftsstelle, zum anderen die Lizenzierung einer Fortbildungs- und Videokonferenzplattform inklusive Lernplattform Moodle und den Betrieb des Webkonferenzdienstes BigBlueButton für Fortbildungsangebote, Webinare und virtuelle Sitzungen. Zudem wurde nach Genehmigung eines entsprechenden Antrags einen Leitfaden zur Verwendung diskriminierungsfreier, gendergerechter Sprache in BIB-Texten und Bildern entwickelt.

    Im Bericht des Bundesvorstands nahm der Bibliothekartag in Bremen 2021 eine zentrale Rolle ein – angedacht ist dieser im hybriden Format mit einem auf drei Tage verkürzten Präsenzangebot für maximal 1.000 Teilnehmer*innen und ohne interaktive Formate wie Workshops oder Hands-On-Labs, begleitet durch ein kleines virtuelles Programm und einen Bibliothekartagsfreitag ausschließlich digital. Der Call for Papers läuft seit Anfang Dezember 2020.
    Auch wurde über ein vom BIB initiiertes und vom dbv organisiertes Expertentreffen zum Thema Bibliothekspädagogik berichtet und auf den Stand der angedachten Neuordnung der FaMI-Ausbildung eingegangen.

    In Anbetracht der Pandemie wurde der Sommerkurs 2020 virtuell realisiert, er bestand aus dem gut angenommenen Format »Miteinander reden« und einem ersten Treffen im Rahmen des  Projekts »Demokratietreff« im  November 2020.

    Zukünftig sollen Veranstaltungen über den Fortbildungsdienstleister eveeno platziert und abgerechnet werden, eine entsprechende Checkliste liegt in der Cloud.

    Exemplarisch aus den Berichten der Landesgruppen noch die erfreuliche Mitteilung der Landesgruppe Saarland, deren Umfrage bei Mitarbeitenden in Öffentlichen Bibliotheken eine sehr hohe Arbeitszufriedenheit ergab und, weniger erfreulich, der Hinweis aus Berlin zu FaMI-Tätigkeitsbeschränkungen in einigen Bezirken, dem in Kooperation mit ver.di entsprechend nachgegangen werden soll. Danach folgte die Berichterstattung aus der BuB-Redaktion, diesmal – aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls der Geschäftsstellenleiterin – gekoppelt mit dem Bericht aus der Geschäftsstelle und den dort dadurch notwendig gewordenen Aufgabenverschiebungen. Bei BuB steht der Relaunch der BuB-Webseite an mit neuem Layout, aktuellen Nachrichten, Videos, Fotos und digitalen Austauschformaten. Zur komfortablen Nutzung vorangegangener BuB-Jahrgänge wird die Retrodigitalisierung der BuB-Hefte mit Volltexterkennung bis ins Jahr 1949 fortgesetzt. In Bezug auf BuB wurde auch wiederum über Fragen von Openness und hier finanziell darstellbare Möglichkeiten diskutiert.

    Der Wirtschaftsplan, auch die Tarifanpassungen bei den Personalausgaben, der Webseiten-Relaunch von BuB, der bewilligte Antrag der Kommission für Eingruppierungsberatung von Mitteln zur Erstellung der Arbeitsvorgänge in wissenschaftlichen Bibliotheken sowie die aus Rücklagen zu tätigenden Ausgaben für notwendige Hardware für die Geschäftsstelle, wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Gegebenenfalls sind auch Ausgaben infolge eines eventuellen Umzugs der Geschäftsstelle zu realisieren. Einer zukünftigen besseren Passung von Wirtschaftsplan und Jahresabschluss wird sich eine kleine Arbeitsgruppe annehmen.

    In der Summe ist Sparen angesagt: Zu verzeichnen sind Rückgänge bei den Einnahmen durch BIB-Mitgliedsbeiträge und BuB-Werbeanzeigen, denen keine ebenso großen Rückgänge bei den Ausgaben gegenüberstehen, ein mit Defizit abgeschlossenes Jahr 2019 sowie ein defizitärer Bibliothekartag 2020. So werden dreißigprozentige Kürzungen bei den Mitteln für Landesgruppen und Kommissionen notwendig sowie auch der in der Septembersitzung des Vereinsausschusses beschlossene Verzicht auf kostenfreie Fortbildungen, da auch bei virtuellen Angeboten Kosten für Tools entstehen und zudem grundsätzlich Kosten in der Geschäftsstelle anfallen.

    Mitgliederversammlung

    Die erste rein virtuelle – durch das Corona-Abmilderungsgesetz legitimierte – BIB-Mitgliederversammlung fand am Nachmittag des 14. November 2020 mit über 90 Teilnehmenden statt.

    Nach Begrüßung und Eröffnung durch die BIB-Vorsitzende Ute Engelkenmeier und einem Grußwort der zukünftigen IFLA-Präsidentin Barbara Lison informierte der Bundesvorstand über den Jahresabschluss 2019/2020, die Wirtschafts- und Finanzplanung sowie den Stand der Diskussionen über Satzung und Geschäftsordnung. Cornelia Lutter trug den Rechnungsprüfungsbericht vor und wurde nach der beantragten und bewilligten Entlastung des Vorstandes von der Versammlung ein weiteres Mal als Rechnungsprüferin ge- wählt. Für Bibliothek und Information International (BII) ging Sabine Stummeyer auf die derzeitige Situation und die virusbedingten Absagen sämtlicher Förderungen 2020 und die Verschiebung des »Librarian in Residence«-Programms mit dem Partnerland Niederlande ein. Es folgten Berichte aus der BuB-Redaktion und der Herausgeberschaft sowie Kommissionsberichte mit der Bestätigung neuer Mitglieder.

    Ein straffes Zeitmanagement führte durch zweieinhalb Stunden Sitzung, bei dem den Landesgruppen genau eine Minute Zeit zugebilligt wurde – Minute Madness–, den Kommissionen immerhin das doppelte Zeitkontingent und berechtigterweise noch etwas mehr der Kommission für Eingruppierungsberatung, die den Druck der lang erwarteten Publikation »Arbeitsvorgänge in Öffent- lichen Bibliotheken« verkünden konnte. Und wie soll es sitzungstechnisch weitergehen? Für 2021 werden – eventuell noch geltende Pandemiebeschränkungen einkalkulierend – zwei Termine für Mitgliederversammlungen mit hoffentlich möglicher Anwesenheit und in direktem Austausch vorgesehen. Beschlossen werden soll in diesem Jahr dann die geänderte Satzung und Geschäftsordnung. Zudem sind eigentlich im Juni 2021 Wahlen für den Bundesvorstand und die BuB-Herausgeber*innen vorgesehen, laut dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19 Pandemie kann der Bundesvorstand aber nach Ablauf seiner Amtszeit bis zur Abberufung oder zur Bestellung der Nachfolger*innen mindestens bis 31. Dezember 2021 im Amt bleiben – nach derzeitigem Stand. Zur Vorbereitung der Wahlen ist bereits ein Wahlausschuss unter Vorsitz von Katrin Lück eingesetzt.

    Karin Holste-Flinspach

    Sitzung des Vereinsausschusses 2019

    8. - 10. November 2019 in Jena

    Vereinsausschuss in Jena

    Zur Herbst-Vereinsausschuss-Sitzung trafen sich der Bundesvorstand, Vertreter der Landesgruppen und Kommissionen diesmal vom 8. bis 10. November 2019 in Jena. Nicht vertreten waren Schleswig-Holstein, Brandenburg und Niedersachsen und leider konnte auch die BIB-Geschäftsführerin nicht teilnehmen.

    Für die Anwesenden, darunter zahlreiche neue Vorstandsmitglieder aufgrund der vielen Neuwahlrunden, galt es in dem von Petra Kunze in der gastgebenden Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek perfekt organisierten Rahmen eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Etwas Raum gab es dennoch für einen kurzen Rückblick auf  den 9. November 1989, den Tag des Falls der Berliner Mauer, anlässlich des 30. Jahrestages.

    Nach dem Abhandeln der Regularien stand zunächst die Kooptierung von Sybille Fröhlich in den Bundesvorstand an, der somit nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Carola Speicher wieder komplettiert ist. Es folgten die Berichteaus der Reutlinger Geschäftsstelle und vom Bundesvorstand.

    Der Bericht des Bundesvorstandes umfasste neben der Erläuterung der Verbandsstrategien, des Arbeitsprogramms bis 2021 mit Schwerpunkten auf der beruflichen Förderung sowie Mitgliederwerbung und -haltungzudem die Vorstellung des auf Ergebnissen der Arbeitsgruppe Kommunikation beruhenden Kommunikationskonzepts des Verbandes durch Ute Engelkenmeier. Auch die Kommissionen und Landesgruppen ergänzten ihre vorliegenden schriftlichen Berichte mit der Darstellung von besonderen Herausforderungen oder Highlights.

    Zum Tagesordnungspunkt BuB informierten Bernd Schleh und Dirk Wissen über die derzeitige wirtschaftliche Situation der Zeitschrift, die Nutzung der App und stellten die Planung für die nächsten Hefte vor. Dieser TOP wurde durch einen Kurzbericht zu BIB-Info ergänzt.

    Und wie jedes Jahr musste auch der Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 besprochen und verabschiedet werden.

    Vorgestellt, besprochen undzustimmend abgestimmt wurdenferner ein Schreiben zum Bibliotheksstärkungsgesetz in NRW, die weitere Finanzierung für die Publikation „Arbeitsvorgänge in Bibliotheken“, ein Appell zur regelmäßigen Veranstaltung von FaMI-Tagen in den Landesgruppen sowie u.a. Anträge zu den Themen:

    • Nachhaltigkeit im Personalverband durch beispielsweise mehr Bahnfahren;
    • Instagram, das jetzt nach Revidierung eines Beschlusses aus dem Vorjahr als weiterer Social-Media-Kanal des BIB genutzt werden kann;
    • Einrichtung einer Projektgruppe FaMI 4.0 zur Klärung des weiteren Vorgehens bei dem sich abzeichnenden Neuordnungsverfahren des Berufes.

    Diskussionsbedarf lieferte die zunehmende Multiprofessionalität in Bibliotheken, die Quereinsteiger und fachexternen Experten im Bibliotheksbereich sowie die notwendigen Satzungsänderungen und eventuell erforderlichen Anpassungen der Geschäftsordnung des BIB.

    Ein Highlight zum Sitzungsende war die Vorstellung der neuen Website durch die Web-Kommission (Jürgen Plieninger),  die ab 2020 in Betrieb gehen soll. Eine Kurzanleitung zur Nutzung wird erstellt (siehe hierzu auch den Bericht von Jürgen Plieninger in dieser Ausgabe).

    Zum Schluss der Ausblick auf das Folgejahr: Im Januar 2020 wird die nächste, teilweise mit dem VDB gemeinsam durchgeführte Vereinsausschuss-Sitzung in Erlangen stattfinden. Und in Bezug auf den Bibliothekartag 2020 in Hannover konnte Tom Becker als Mitglied der Programmkommission schon erste Informationen über die Programmstruktur und schon feststehende Programmpunkte geben.

    Karin Holste-Flinspach

    Aus BuB 72.2020, H. 01, S. 067

    Sitzungen des Vereinsausschusses 2018

    9. - 11. November 2018 in Bremen

    Vereinsausschuss zu Gast in der Hochschulbibliothek Bremen

    Dichtes Tagungsprogramm: VA diskutiert über Kommunikationskonzept, Mitgliedergewinnung und Wirtschaftsplan / 2019 gemeinsame Sitzung mit VDB geplant

    Im November 2018 traf sich der Vereinsausschuss zu seiner Herbstsitzung in Bremen. Anwesend waren neben Bundesvorstand, Geschäftsführerin, den Kommissionsvorsitzenden und Vertretern fast aller Landesgruppen mit Ausnahme Hamburgs, Baden-Württembergs, Hessens und Brandenburgs auch die BuBRedaktion,
    BI-International sowie die New Professionals. Die Sitzungsleitung lag bei Sylvia Gladrow. Es galt eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen mit Detailklärungen, die sich bis in den späten Abend zogen.

    Seitens des Bundesvorstandes, der einzelnen Gremien und der Geschäftsstelle wurde über Arbeitsvorhaben und Schwerpunkte berichtet. Ersterer stellte auch den Stand der Gespräche mit dem VDB dar, informierte über den Planungsstand zum Bibliothekskongress in Leipzig und ging auf die Zusammenarbeit mit den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt ein.  inhaltliche Schwerpunkte der Sitzung bildeten die Verbandskommunikation, Satzungsänderungen und der Wirtschaftsplan. Aufbauend auf einem vorangegangenen Auftakt-Workshop in der Reutlinger Geschäftsstelle setzen sich die Anwesenden in Bremen mit Mailinglisten, Newslettern und möglichen Informationskanälen für neue BIB-Aktive auseinander. Die detaillierte Erarbeitung eines BIB-Kommunikationskonzepts wird in kleinerer Gruppe fortgesetzt.

    Satzungsänderungen
    Nach ausführlicher Diskussion wurden Satzungsänderungen bezogen auf die Beitragsklassen mit dem Zweck der leichteren Gewinnung des Berufsnachwuchses, über die Mitgliedschaft im Verband und in Bezug auf die Kommissionen, insbesondere über deren Einrichtung und Wahlmodi, beschlossen. Nicht fehlen durften die Themen Mitgliedergewinnung und -haltung sowie generell ein Blick auf die durch die demografische Entwicklung zunehmend schwieriger werdende Personalgewinnung/Stellenbesetzung in Bibliotheken. Hierzu war auch Lucia Werder (Stadtbibliothek Bremen) als Gast eingeladen, um aus der BID-AG Personalgewinnung zu berichten, der sie in der Funktion als ekz-Beirätin angehört. Deutlich wurde, dass die auf Anregung des Bundesvorstandes des dbv eingesetzte Arbeitsgruppe verbandsübergreifend ihre Aufgabe in der Zurverfügungstellung von Materialien für
    bestehende Ausbildungs- und Studienformen sieht und keine eigene Kampagne geplant ist. Einigkeit bestand in der dadurch angeregten Diskussion, dass es erforderlich scheint, am Image und an der Außendarstellung der Berufe zu arbeiten, zum Beispiel durch gemeinsame Aktionen verschiedener Bibliotheken innerhalb eines Ortes, aber auch durch geeignetes Infomaterial sowie allgemein durch das Aufzeigen von Werbemöglichkeiten für Ausbildungsbetriebe. Einstimmig verabschiedet wurde der Wirtschaftsplan nach ausführlicher Aussprache, für den etliche Anträge vorlagen, unter anderem zur Einstellung von Finanzmitteln zur Erstellung der Publikation "Arbeitsvorgänge in Öffentlichen Bibliotheken" sowie für Web-Relaunch, Software und IT-Dienstleistungen.

    BIB mit neuem Schwerpunktthema
    Und last but not least wurde die seit einiger Zeit übliche Praxis der Benennung von Jahresthemen einvernehmlich durch eine Fortführung des jetzigen Jahresthemas "Mit Profis arbeiten" als Schwerpunktthema ersetzt. im Jahr 2019 wird die Vereinsausschuss- Sitzung teilweise gemeinsam mit dem VDB durchgeführt.
    Karin Holste-Flinspach

    Aus: BuB 70.2018, H. 12, S. 725

    2. - 4. März 2018 in Berlin

    Zu ihrer Frühjahrssitzung trafen sich die Mitglieder des Vereinsausschusses vom 2. bis 4. März 2018 in Berlin in der Humboldt-Bibliothek.

    Zeitlich schloss sich die Sitzung direkt an den Bibliothekspolitischen Bundeskongress an, über dessen Verlauf und Inhalte (unter anderem Sonntagsöffnung in Öffentlichen Bibliotheken) informiert und diskutiert wurde.

    Neben weiteren üblichen Regularien und den Berichten aus den Landesgruppen und Kommissionen standen Informationen zum Berliner Bibliothekartag und dessen Planung im Vordergrund. Parallel zu dem mit 395 angenommenen Abstracts umfangreichen Tagungsprogramm gilt es, den BIB-Stand, die Mitgliederversammlung vorzubereiten, die hier geplanten Kommissionsforen, die Sitzungsleitung und Wahlhelfer festzulegen. Im Focus der Versammlung dürfte 2018 die Wahl des Bundesvorstandes und der BuB-Herausgeber stehen. Von den mit Vita bereits im BuB-Doppelheft 2/3 dieses Jahres vorgestellten bislang kein Amt bekleidenden Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich Ute Engelkenmeier und Klaus-Ulrich Werner dem Gremium persönlich vor.

    Zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung lagen dem Vereinsausschuss vier Anträge vor, die alle angenommen wurden:

    1. Der VDB soll auf der BIB-Mitgliederversammlung sowohl den Verband als auch die Zeitschrift o-bib vorstellen.
    2. Für den VDB wird eine Einladung zur Blauen Stunde ausgesprochen.
    3. Ausgehend von der von diversen Stellen eingeforderten Aktualisierung der FaMI-Ausbildungsordnung (zuletzt Umfrage des dbv-Landesverbandes Baden-Württemberg im Sommer 2017) soll eine bundesweite empirische Studie, voraussichtlich unter Federführung und an der TH Köln, professionell durchgeführt werden. Für die Befragung nicht nur von BIB-Mitgliedern, sondern auch Ausbildungsstellen, Berufsbildungsausschüssen und Zuständigen Stellen soll ein entsprechender Etatansatz bereitgestellt werden.
    4. Die Webkommission plädiert für die Einrichtung einer BIB-Cloud als Arbeitsinstrument, um ein gemeinsames Arbeiten noch besser zu ermöglichen.

    Der Bundesvorstand gab seinen Tätigkeitsbericht ab, ging auf den Stand einer möglichen zukünftigen Zusammenarbeit mit VDB und dbv ein. Kristina Lippold informierte aus der Geschäftsstelle, auch über personelle Veränderungen und die mit circa 20?000 Buchungen pro Jahr umfängliche Buchhaltung. Hinweise wurden zum Thema Fortbildungsverwaltung für den korrekten Ablauf und die Einhaltung notwendiger Vereinheitlichungen gegeben.

    Auch ein etwas trocken wirkendes, aber dennoch wichtiges Thema, die Satzung des BIB und hier notwendige Änderungen, wurden vertieft. Auf dem Bibliothekartag 2020 in Hannover soll eine neue Satzung verabschiedet werden, die Unklarheiten der jetzigen Fassung beseitigt, insgesamt zeitgemäßer formuliert wird und den Vereinszweck besser darstellt.

    Nicht fehlen durfte auch ein Tagungsordnungspunkt zu BuB, in dessen Rahmen auch kurz über BIB-Info berichtet wurde: Bei der Zeitschrift steht vieles unter der Überschrift der Digitalisierung, so hatte die Website über 700 Zugriffe täglich im letzten Jahr, bei der App gibt es eine (allerdings zögerliche) Steigerung der Nutzerzahlen. Die Anzeigenerlöse sind zufriedenstellend.

    Aus dem Kreise des Vereinsausschusses wurde eine Retrodigitalisierung alter BuB-Hefte möglichst mit einer Artikelerschließung angeregt.

    Die (voraussichtlichen) Themenschwerpunkte der Hefte des laufenden BuB-Jahrgangs wurden dargestellt, darunter auch als (internes) Highlight das Schwerpunktheft im Monat November zum 70.Geburtstag von BuB. Dieses Jubiläum wird zudem auf dem Bibliothekartag aufgegriffen.

    Abschließend noch die Information, dass federführend von der Kommission für Eingruppierung und Besoldung mit der Neubearbeitung der Publikation "Arbeitsvorgange in öffentlichen Bibliotheken" begonnen wurde.

    Und zu guter Letzt, bei der zweieinhalb Tage dauernden intensiven Ausschussrunde im winterlich-kalten Berlin wurde auch das Jahresthema für 2019/2020 gefunden: Open - Offener - Bibliothek.

    Karin Holste-Flinspach
    Bearbeiterin von BIB-Info sowie Kommission Ausbildung und Berufsbilder (KAuB).

    Aus: BuB 70 (2018), H. 4, S. 219