Berufsverband Information Bibliothek e.V.


Aktuelles

Verleihung des B.I.T. online Innovationspreises 2011

Montag, 11. April 2011

Rubrik: Rund um den Berufsverband

Am Mittwoch, dem 8. Juni 2011 - während des 100. Deutschen Bibliothekartages in Berlin - werden die Preise übergeben.

Verleihung des B.I.T.online Innovationspreises 2011, moderiert von Karin Holste-Flinspach (Kommission Ausbildung und Berufsbilder)

Termin: Mittwoch 8.6.2011, 11-13 Uhr, Estrel Convention Center, Saal Straßbourg

Vom Krisenmanagement zum direkter Onlinezugriff auf Katalogdaten und zu Apps für Smartphones

Die Preisträger des B.I.T. online Innovationspreises 2011 kommen in diesem Jahr aus Hamburg, Köln und Berlin.

Die drei – für unser Berufsumfeld eher untypisch – männlichen Absolventen beschäftigten sich in ihren Abschlussarbeiten mit Krisen-PR für Bibliotheken in finanziellen Notlagen (Ralf Drechsler), Linked Open Library Data (Fabian Fürste) und Bibliothekarischen Applikationen für Mobiltelefone (Hans-Bodo Pohla).

Kennzeichnend für die im Umbruch befindliche Studienlandschaft ist die sich unbeabsichtigt ergebende Auszeichnung je einer Bachelor-, Diplom- und Magisterarbeit.

Zunehmend schwierige finanzielle Rahmenbedingungen Öffentlicher Bibliotheken mit Öffnungszeitenkürzungen, Stelleneinsparungen etc. bringen diese vermehrt in finanzielle Nöte bis hin zu beabsichtigten Schließungsmaßnahmen.

Möglichkeiten des Krisenmanagements betroffener Stadtbibliotheken aufzuzeichnen versucht die Bachelorarbeit von Ralf Drechsler unter Heranziehung von Fallbeispielen aus der deutschen Unternehmenslandschaft (von TUI bis Humana) und Experteninterviews. Eingebettet in die bürokratisch-hierarchische Organisation öffentlicher Verwaltung unterliegen Öffentliche Bibliotheken aber im Gegensatz zur freien Wirtschaft starken Kommunikationseinschränkungen, können ohne Loyalitätsverletzung gegenüber dem Träger nur durch Multiplikatoren der eigenen Botschaft die Bevölkerung überzeugen und gegen Kürzungen aktivieren.

Wenn Interessierte heute online bibliographische Daten suchen, so sind in Bezug auf die Bibliothek einzig deren Kataloge auffindbar, die eigentlichen Daten jedoch bleiben im Deep Web verborgen.

Auch stehen die Metadaten nur in der vordefinierten Sicht eines Katalogeintrages zur Verfügung, die Weiterverwendung in anderen Umgebungen ist nicht sichergestellt und unter Umständen nicht gewünscht- Schnittstellen wie beispielsweise Z3950 wirken als technische Barriere.

Aufbauend auf dem geschilderten Status Quo wird in der Berliner Magisterarbeit von Fabian Fürste dargestellt, wie Linked Open Data als nahtlose Trägermodells unter Harmonisierung der Vielzahl mittlerweise entstandener Formatstandards und ihren implizierten Datenmodellen (MARC, Dublin Core…) eine Möglichkeit bieten könnte, bibliographische Daten in einem gemeinsamen Datenmodell miteinander in beliebige Beziehungen setzen zu können. Damit würden bisherige Schranken externer Datenkommunikation abgetragen, die Indexierung und Verarbeitung bibliographischer Daten durch Suchmaschinen ermöglicht. Eine Adaptierung bietet ferner eine Reihe weiterer nützlicher Nebeneffekte, so können bibliographische Daten nach völlig neuen Kriterien durchsucht werden, als Beispiel nennt Fürste die Suche nach literarischen Erstlingswerken von Autoren, die nicht älter als 40 Jahre alt wurden.

Unter positiver Resonanz der Fachöffentlichkeit hat in Deutschland bereits die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln den Weg von Open Data beschritten.



Sie befinden sich hier: 
bib-info.de / Der Verband / Publikationen / Aktuelles

Publikationen

Service

BIB Highlights

Bibliothekswelt

Ein BIB-Mitglied

  • Petra Häuslbauer
  • Foto von Petra Häuslbauer
    • Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg

Standardseiten